Amazon ändert seine Richtlinien hinsichtlich der für ein erfolgreiches Wachstum bzw. für einen Verkauf auf seiner Produktsuchmaschine No. 1 so essentiellen Kundenbewertungen.

In Ihrem Beitrag vom 3. Oktober thematisieren sie unter der Headline „Update on customer reviews“ @ Amazon wie wichtig ihnen dieses Werkzeug ist. Ob der Brisanz des Inhaltes haben wir den Originalbeitrag für ein leichteres Verständnis entsprechend übersetzt:

Update zu Kundenbewertungen

Kundenbewertungen sind eines der wertvollsten Werkzeuge, die wir Kunden anbieten, um sachkundige Kaufentscheidungen zu tätigen, und wir stellen sicher, dass diese wirksam sind.

Im letzten Jahr haben wir unsere Bewertungskriterien verbessert, indem wir einen maschinenbasierten Lernalgorithmus eingeführt haben, der mehr Gewicht auf neuere, nützlichere Bewertungen legt und gleichzeitig strengere Kriterien anwendet, wenn es um die Vergabe des geprüften Amazon Einkaufzeichens geht, sowie tausende Personen sperrt, ausschließt oder vor Gericht bringt, die versuchen Kundenbewertungen zu manipulieren.

Die Richtlinien unserer Gemeinschaft haben von jeher  Bewertungen im Austausch gegen finanziellen Gegenwert untersagt, mit einer Ausnahme: Rezensenten konnten im Austausch für ein kostenloses oder rabattiertes Produkt einen Bewertung abgeben, vorausgesetzt, dass sie diese Tatsache publik machten.

Diese sogenannten „Anreiz-Bewertungen“ stellen aber nur einen winzigen Teil von den über zehn Millionen Bewertungen von Amazon dar, und können, wenn sie sorgfältig verfasst worden sind, nützlich für den Kunden sein, indem sie die Grundlage von Bewertungen für neue oder weniger bekannte Produkte darstellen.

Heute haben wir die Gemeinschaftsrichtlinien auf den neuesten Stand gebracht, um „Anreiz-Bewertungen“ zu verbieten, es sei denn, dass sie durch das Amazon Vine Programm ermöglicht worden sind.
Wir haben Vine vor mehreren Jahren auf den Markt gebracht, um diese Art von Bewertungen auf sorgfältige Weise für den Kunden möglich zu machen, und sind sehr zufrieden mit den Rückmeldungen von Kunden und Verkäufern. So funktioniert Vine: Amazon, nicht der Verkäufer oder der Käufer, identifiziert und lädt vertrauenswürdige und hilfreiche Rezensenten auf Amazon ein, um Meinungen zu veröffentlichen, über neue oder noch nicht veröffentlichte Produkte. Wir schaffen keine Anreize für positive Bewertungen mit Sternen, versuchen nicht, den Inhalt der Bewertungen zu beeinflussen, oder brauchen nicht einmal eine geschriebene Bewertung. Wir beschränken die Gesamtanzahl der Vine Bewertungen, die wir für jedes Produkt veröffentlichen. Vine verfügt über wichtige Kontrollmechanismen und hat sich als besonders wertvoll herausgestellt in Bezug auf frühe Bewertungen über neue Produkte, die noch nicht keine aussagekräftigen Zahlen generieren konnten, was organische Bewertungen angeht. Wir haben auch Ideen, wie wir Vine weiterhin für die Zukunft zu einem noch nützlicheren Programm machen können. Details darüber, sobald wir sie haben.

Die oben erwähnten Änderungen beziehen sich auf alle Produktkategorien außer Bücher. Wir werden die über Jahrzehnte bewährte Praxis fortsetzen Bücher Bewertungen im Voraus zur Verfügung zu stellen.

Sprechen Sie uns an!
Wir rocken Ihre Produkte und Auffindbarkeit bei Amazon!

Kundenbewertungen bei Amazon zu manipulieren, ist stellenweise zu einem Business ausgeartet. Denn diese Käuferbewertungen tragen in hoher Relevanz zum Erfolg hinsichtlich u.a. der Auffindbarkeit in der Produktsuche von Amazon (Stichwort Amazon SEO!) bei! Und nun werden eben die sog. „Anreiz-Bewertungen“ VERBOTEN, außer sie finden im Rahmen des Amazon Vine-Programm – Club der Produkttester statt. Und auch das ist ein nachvollziehbarer Schluss, wurde hier doch zum einen viel Schindluder getrieben, bzw. waren am Ende des Tages durch externe „Anbieter“ oder Systematiken generierte Produktrezensionen oft einfach zu positiv, was mit Sicherheit mit der moralischen und oder/ monetär motivierten Verpflichtung eines Rezensenten einherging, bei teils dramatischen Subventionen für eine Bewertung diese dann eben auch positiv ausfallen zu lassen. Auch gibt (gab es?) auch „Dienste“, die explizit auf die positive Bewertung drangen…

Die Veränderung der Bewertungskriterien ist in unseren Augen ein richtiger Schritt von Amazon, auch wenn es jetzt viele vor die Herausforderung stellt, dass sie mit „ehrlichen“ Mitteln noch schwerer an Rezensionen kommen. Inkl. dem massiven Nachteil gegenüber denen, die solche Services zur Generierung von Bewertungen in der Vergangenheit genutzt haben, da die historischen Bewertungen, egal woher, wohl bestehen bleiben.

Es bleibt spannend, und wir bei ROCKIT freuen uns, wenn wir Ihnen bei der Optimierung Ihrer Amazon-Strategie und der Generierung von Produktbewertungen helfen können. Sprechen Sie uns einfach an!

Aktualisierung 23.11.2016:

Amazon hat nun sehr schnell auch in Deutschland nachgezogen!

Die Richtlinien mit den Produkttestern sind auch für Deutschland angepasst und gelten seit gestern auch für Deutschland!

Bezahlte Rezensionen – Wir erlauben keine Rezensionen oder „Hilfreich“-Bewertungen von Rezensionen, die gegen Entgelt in jeglicher Art erstellt worden sind. Dies beinhaltet unter anderem Bezahlung (in Form von Geld oder Geschenkgutscheinen), Bonus-Inhalte, Ermöglichen der Teilnahme an einem Wettbewerb oder Gewinnspiel, Rabatte für zukünftige Einkäufe, zusätzliche Produkte oder andere Geschenke.Die einzige Ausnahme hiervon ist, wenn Sie von Amazon angeforderte Beiträge veröffentlichen (wie Kundenrezensionen zu Produkten, die Sie bei Amazon gekauft oder im Rahmen des Amazon VineProgrammes erhalten haben, oder Antworten im Rahmen von „Kundenfragen und -antworten“). In diesen Fällen müssen Ihre Beiträge mit allen zusätzlichen von Amazon festgelegten Richtlinien übereinstimmen.